Radweg BÖHMISCH-MÄHRISCHER

Der längste Fernradweg durchkreuzt den Landkreis Vysočina diagonal von Nordwesten nach Südosten, als Erinnerung an die tausendjährigen Landesgrenze, die durch den böhmisch-mährischen Forst zwischen dem Königreich Böhmen und der Markgrafschaft Mähren führte.

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Zeitraum: Sommer

Abgesehen von der politischen Wahrnehmung ist die historische Landesgrenze eine attraktive touristische Anregung, vor allem für die Suche ihrer Relikte, sei es historischer oder neuzeitiger. Man stolpert stets über alte Grenzsteine oder neue Informationsschilder. Die Wanderung entlang der Grenze bietet auch einen interessanten Vergleich der Unterschiede und Abweichungen zwischen den tschechischen und mährischen Dörfern, zwischen der böhmischen Landschaft und dem mährischen Landschaftsstil. Denn trotz der tausendjährigen gemeinsamen Geschichte der Sprache und des Staats, unterscheiden sich die Gewohnheiten, Architektur, das Wohnen und das Gemeinschaftsleben beider Länder und vor allem wissen die Bewohner gut, wohin sie gehören. Die Wanderung entlang des Tschechisch-mährischen Radwegs Nr. 16 verbindet für uns in 2-3 Tagen mehrere Welten auf dem vielfältigen Antlitz der Region Vysočina - tiefe Wälder von Žďárské vrchy, Felder des Landwirtschaftszentrums der Region Vysočina vom Fluss Sázava bis zum Fluss Jihlava und zum Schluss die kühlen Wälder des mährischen Sibiriens oberhalb des Thaya-Tals von Třešť bis Slavonice. Die ganze Strecke lässt sich in 40 km lange Abschnitte in drei Tage aufteilen, mit Übernachtungen zum Beispiel in Polná und Třešť.